Coronavirus

Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

Am 24.06.2020 trat die 10. Corona-Bekämpfungsverordnung 10. CoBeLVO in Kraft. Diese wurde durch Erlass der ersten Landesverordnung zur Änderung der Zehnten Coronabekämpfungsverordnung zum 26.06.2020 geändert. Hier zeigen wir kurz die wesentlichen Inhalte auf:

Grundsätzliche Regelungen

Kontaktbeschränkung (Regelung wird angepasst):

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 m zu anderen Personen erlaubt. Dies gilt jedoch nicht für:

  1. Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen oder einer Zusammenkunft der Angehörigen zweier Hausstände,

  2. Kontakte aus geschäftlichen oder beruflichen Anlässen sowie aus prüfungs- oder betreuungsrelevanten Gründen,

  3. Kontakte bei Stellen und Einrichtungen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen und solche, bei denen Personen bestimmungsgemäß zumindest kurzfristig zusammenkommen müssen, wie z. B. bei Nutzung des ÖPNV

    Maskenpflicht:

    Bereits im Rahmen der Zweiten Änderungsverordnung zur Vierten Corona-Bekämpfungsverordnung wurde ab dem 27.04.2020 im Land Rheinland-Pfalz das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten Bereichen vorgeschrieben und mit dem Erlass der Fünften Corona Bekämpfungsverordnung ausgeweitet. Diese Regelungen bestehen fort. 

    So sind beispielsweise Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen:

  • In Geschäften sowohl durch die Kunden als auch die dort Beschäftigten. Ausnahmen bestehen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Geschäften, wenn anderweitige geeignete Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, getroffen wurden.

  • Im öffentlichen Personennahverkehr und den dazugehörigen Einrichtungen

  • Bei dem Besuch eines Friseursalons/ einer Fußpflegeeinrichtung

  • Bei dem Betreten des Rathauses der Verbandsgemeinde

  • sowie in Warteschlagen vor den vorgenannten Einrichtungen

  • Bei dem Besuch von Gottesdiensten (am Platz darf sie zukünftig dann abgelegt werden)

  • Bei dem Besuch im Kino bzw. eines Theaters (zukünftig darf sie am Platz abgenommen werden)

  • Im Innenberreich von Gastbis zum Einnehmen der zugewiesenen Sitzplätze sowie in Warte- oder Abholstationen im Innen- und Außenbereich

  • Die Gäste von Beherbergungsbetrieben soweit sie öffentlich zugängliche Bereiche durchlaufen

  • Beim Aufenthalt und in Wartesituationen von Einrichtungen des Gesundheitswesens

    Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren und Personen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies ist durch ärztliche Bescheinigung nachzuweisen.

    Wichtig ist hierbei, dass die geltenden Hygiene- und Verhaltensvorschriften (Mindestabstand, Hände waschen, usw.) ungeachtet dessen auch weiterhin eingehalten werden. 

    Verstöße gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werden grundsätzlich mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro geahndet. Tragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geöffneter Geschäfte oder Einrichtungen keine Mund-Nasen-Bedeckungen, wird dies mit einem Bußgeld für die Betreiber in Höhe von 250 Euro geahndet, soweit keine anderweitigen Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, getroffen wurden. Darüber hinaus können bei festgestellten Verstößen Platzverweise ausgesprochen werden.

    Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende

Personen, die nach Rheinland-Pfalz einreisen, sind zur 14 tägigen Quarantäne verpflichtet, wenn sie sich innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Bundesland eingereist sind.  Risikogebiet im Sinne der Verordnung ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland für welchen oder welche zum Zeitpunkt der Einreise in das Land Rheinland-Pfalz ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat und wird durch das Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Als Risikogebiet gilt auch eine Region innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, solange innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus laut der Veöffentlichungen des Robert-Koch-Instituts (täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019) höher als 50 Fälle pro 100.000 Einwohnern ist.                                                                                                                                                                                                                                                   

Hiervon ausgenommen sind Personen: 

1. die sich im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Luft-, Schiffs-, Bahn- oder Busverkehrsunternehmen oder als Besatzung von Flugzeugen, Schiffen, Bahnen und Bussen in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

2.  die täglich oder bis zu fünf Tagen zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst, in das Land Rheinland-Pfalz  einzureisen.

3. die sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder die einen sonstigen triftigen Reisegrund haben; hierzu zählen insbesondere soziale Aspekte, wie etwa ein geteiltes Sorgerecht, der Besuch des nicht im Hausstand wohnenden Lebenspartners, dringende medizinische Behandlungen, Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen sowie Gründe, die in ausbildung oder Studium liegen.

 Die bereits in der 8. CoBeLVO wieder aufgenommene Regelung zum Verfahren bei Unterbringung von einreisenden Saisonarbeitern besteht fort (§ 20 Abs. 3 und § 21).

  • Über die bisherigen Regelungen hinaus sind ab dem 24.06.2020 wieder – unter Beachtung von Hygieneauflagen – möglich:

  • Veranstaltungen im Freien mit bis zu 350 Teilnehmern -> ab jetzt in der Zeit von 5.00 bis 24.00 Uhr.

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 150 Teilnehmern -> ab jetzt in der Zeit von 5.00 bis 24.00 Uhr.

  • Gastronomiebetriebe dürfen nun in der Zeit von 5.00 bis 24.00 Uhr öffnen.

  • Private Veranstaltungen z. B. Hochzeitsveranstaltungen oder Geburtstagsfeiern mit zuvor eindeutig festgelegtem Teilnehmerkreis, mit bis zu 75 Personen, auch in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und Flächen.

  • Gottesdienste von Religions- oder Glaubensgemeinschaften insbesondere in Kirchen, Moscheen, Synagogen und sonstigen Gebetsräumen sind– unter Beachtung von Schutzmaßnahmen – zulässig;

     - nach Einnahme des Sitzplatzes besteht keine Maskenpflicht; der Einsatz eines Chores, Blasorchesters bzw. Gemeindegesang soll nach Möglichkeit im Freien erfolgen wobei der notwendige Abstand auf 3 Meter zu erhöhen ist.  

  • - Gemeinsames sportliches Training und der Wettkampf in Gruppen von bis zu 10 Personen, auch Kontaktsport, sind wieder erlaubt. Bei darüber hinausgehenden Gruppengrößen gilt das Abstandsgebot wobei insbesondere in geschlossenen Räumen der Mindestabstand zu verdoppeln ist.

  • - Bei der Nutzung von Schwimm- und Spaßbädern, Badessen oder ähnlichen Angeboten sowie bei der sportlichen Betätigung in geschlossenen Räumen gilt die Personenbegrenzung bei mehr als 10 dort anwesenden Personen.

  • - In Musikschulen und bei Musikangeboten in öffentlichen und privaten Einrichtungen außerhalb der allgemein- und berufsbildenden Schulen sollen Aktivitäten mit verstärktem Aerosolausstoß nach Möglichkeit im Freien stattfinden wobei der Mindestabstand zwischen den Personen zu verdoppeln ist. Eine Personenbegrenzung ist nicht festgeschrieben. 

  •  - Im Bereich der Hotellerie/Beherbergungsbetriebe entfällt die Maskenpflicht im Außenbereich. Dies gilt jedoch nicht in Warte- und Abholstationen und im Bereich einer Theke.

  • - Ferienbetreuungsmaßnahmen und Jugendfreizeiten sind unter Auflagen zulässig.  

Bis einschließlich 31. August 2020 sind verboten:

  • Die Öffnung von Clubs, Diskotheken  und ähnlichen Einrichtungen

  • Die Durchführung von Kirmesveranstaltungen, Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen

  • Die Öffnung von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen

  • das Betreten von Krankenhäusern zum Zwecke des Besuchs von Patienten (Ausnahmen nur: z.B. Eltern, die ihr minderjähriges Kind besuchen, oder der Ehegatte/Lebenspartner/Verlobte)

    Beschränkt werden bis einschließlich 31. August 2020:

  • Die Teilnahme an Bestattungen (Trauerfeiern) in geschlossenen Räumen.

    Demnach können an einer Bestattung teilnehmen:

          • die Ehegattin oder der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner, die Verlobte oder der Verlobte der Verstorbenen oder des Verstorbenen,
          • Personen, die mit der Verstorbenen oder dem Verstorbenen im ersten oder zweiten Grad verwandt sind sowie deren Ehegattinnen oder Ehegatten oder Lebenspartnerin oder Lebenspartner, und
          • Personen eines weiteren Hausstands. Über den o.g. Personenkreis hinaus dürfen auch weitere Personen teilnehmen, wenn sichergestellt ist, dass die Personenbegrenzung eingehalten wird (Abhängigkeit Besucher/qm Raumfläche).
  • Die Teilnahme an standesamtlichen Trauungen: 
  • An einer Trauung können neben den Eheschließenden, der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten, weiterer für Eheschließung notwendiger Personen (z. B. Dolmetscher) und zwei Trauzeuginnen oder Trauzeugen auch teilnehmen
  • Personen, die mit einem der Eheschließenden im ersten oder zweiten Grad verwandt sind sowie deren Ehegattinnen oder Ehegatten oder Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner, und
  • Personen eines weiteren Hausstands.

Über den o.g. Personenkreis hinaus dürfen auch weitere Personen teilnehmen, wenn sichergestellt ist, dass die Personenbegrenzung eingehalten wird (Abhängigkeit Besucher/qm Raumfläche).

In der Verbandsgemeinde Wachenheim a.d.W. können unter Berücksichtigung der vorgenannten Regeln max. 13 Personen (bei Anwendung der qm-Regelung) an einer Trauung teilnehmen (inkl. der Eheschließenden und der Standesbeamtin bzw. dem Standesbeamten). 

  • der Zugang zum Rathaus, zur Touristinfo und zu den Stadtwerken. Diese Einrichtungen sind auch weiterhin nur per Telefon oder per Mail zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Eine persönliche Vorsprache ist nur nach vorheriger Terminabsprache möglich. Beim Betreten sind die Hände zu desinfizieren und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. 

Schul- und Kitabetrieb

Schulen

  • Ab dem 08.06.2020 erfolgt der umfassende Schulbetrieb. D.h., dass sämtliche Schulklassen wieder umfänglich beschult werden. Sofern wg. der Auflagen des „Hygieneplans-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ der reguläre Unterricht nicht in vollem Umfang als Präsenzunterricht erfolgt, erfüllen die Schulen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag durch ein pädagogisches Angebot, das auch in häuslicher Arbeit wahrgenommen werden kann.

    Können Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, so können die Eltern auch weiterhin von der Notfallbetreuung in der Schule Gebrauch machen.

    Kitas

    Die Aufnahme des Regulärbetriebs der Kindertageseinrichtungen ist weiterhin nicht vorgesehen.
    Die bisher angebotene Notfallbetreuung wird spätestens ab dem 09.06.2020 in ein eingeschränktes Betreuungsangebot umgewandelt. Das eingeschränkte Betreuungsangebot erfolgt in Form von Betreuungssettings. Unter Betreuungssettings wird eine soziale Gruppe von Kindern verstanden, die regelmäßig und in gleicher Zusammensetzung innerhalb einer Einrichtung betreut werden.

    Das eingeschränkte Betreuungsangebot in Kindertageseinrichtungen in Form von Betreuungssettings steht allen Kindern offen, die bereits in einer Kindertageseinrichtung einen Betreuungsplatz haben. Die Neuaufnahme von Kindern ist zulässig. 

    Ordnungsbehördliche Feststellungen

    Im Rahmen der Überprüfung der bislang geltenden Regelungen der Corona-Bekämpfungsverordnungen des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Bad Dürkheim wurden im Gebiet der Verbandsgemeinde Wachenheim a.d.W. nur wenige Verstöße festgestellt.

    Da unterstellt wird, dass die Kontaktbeschränkungen allen Betroffenen hinreichend bekannt sind, wird bei zukünftigen Verstößen entsprechend des einschlägigen Bußgeldkatalogs verfahren. Dieser sieht Bußgelder für sämtliche Verstöße vor. So ist z.B. für die Nichteinhaltung der Mindestabstände zu anderen Personen (Unterschreitung des Abstandes von 1,5 m) ein Regelsatz in Höhe von 100 € vorgesehen. Die Bußgeldhöhe variiert und kann letztlich für einen einzelnen Tatbestand bis zu 5.000 € betragen.

    Vor diesem Hintergrund wird nochmals an die Vernunft Aller appelliert, damit diese schwere Zeit in jeglicher Hinsicht möglichst unbeeinträchtigt überwunden werden kann.

    Bedingt durch die allgemeinen Lockerungen der Corona-Auflagen konnte auch die Wachtenburg wieder geöffnet werden. Die Wachtenburg kann – soweit die Gastronomie geöffnet hat – im Rahmen des Besuchs der Gaststätte besucht bzw. betreten werden.

    Da für Gedenkstätten bzw. Bau- und Kulturdenkmäler und vergleichbare Einrichtungen noch immer die Personenbegrenzung gilt, die es durch die Betreiber zu überwachen gilt, kann die Wachtenburg derzeit nur im Rahmen der Wahrnehmung des gastronomischen Angebotes betreten werden.

    Die Villa Rustica hingegen muss wegen der vorgesehenen Auflagen leider auch weiterhin für den Besucherverkehr geschlossen bleiben. 

    Bei diesbezüglichen Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung gerne telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns unter 06322 / 9580-0 oder per Mail via



Aktuelle Informationen der Landesregierung finden Sie  HIER

Aktuelle Informationen der Kreisverwaltung Bad Dürkheim finden Sie  HIER


Kreisweiter Überblick zu Hilfsangeboten.
Gemeindeschwester plus hat Kontaktadressen zusammengestellt.

Wo entstehen welche Nachbarschaftshilfen, wo kann ich mich hinwenden, wenn ich Hilfe beim Einkaufen brauche oder selbst meine Unterstützung anbieten möchte? Die erste Gemeindeschwester plus im Landkreis, Vera Götz, hat aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus einen kreisweiten Überblick erstellt, wo sich überall im Landkreis Nachbarschaftshilfen bilden. Dieser ist unter www.kreis-bad-duerkheim.de abrufbar und wird regelmäßig aktualisiert.

Weiterhin können sich alle, die einen Hilfsdienst organisieren oder organisieren möchten, bei Vera Götz melden.

Kontakt:
Tel: 0151/189 76 130 (Mo, Mi- Fr)
Mail:


Landkreis Bad Dürkheim übernimmt Kita-Beiträge auch für Mai 2020

Entlastung für Hort- und Krippenkindern

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise entfallen in den Kindertagesstätten im Landkreis Bad Dürkheim immer noch alle regulären Betreuungsangebote. Daher sind viele Kinder zu Hause und können aktuell nicht regulär in den Kindertageseinrichtungen des Landkreises Bad Dürkheim betreut werden. Aus diesem Grund hat der Landkreis Bad Dürkheim zur Entlastung der Familien bereits die Elternbeiträge (Krippen- und Hortbeiträge) für den Monat April 2020 in Höhe von rund 90.000 Euro übernommen. Der Landkreis hat nun beschlossen, auch für den Mai 2020 die Kita-Beiträge zu übernehmen.

Viele Eltern gerate angesichts der aktuellen Ausnahmesituation in finanzielle Schwierigkeiten. „In dieser schwierigen Situation für die betroffenen Familien, wollen wir als Landkreis diesen zumindest eine ihrer Sorgen nehmen“, teilt Landrat Ihlenfeld mit.

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