Sehenswürdigkeiten

 

Affensteiner Hof

 

Der Affensteiner Hof schaut auf 400 Jahre Gönnheimer Geschichte zurück und ist keineswegs ein Museum sondern bietet seinen Bewohnern noch immer eine stattliche Bleibe.
Der senkrechte Eckpfosten im Fachwerk an der Nordseite der Längsfront trägt die Jahreszahl 1602 als Jahr der Erbauung dieses Hauses, das seit dieser Zeit in seinem Erscheinungsbild kaum verändert wurde und seit 1985 als Kulturdenkmal unter Schutz steht.
Das Erdgeschoss ist massiv gemauert. Die aus Sandstein gehauenen Fenstergewände sind reich verziert. Das Obergeschoss ist in Fachwerkbauweise mit reich geschnitzten Fenstererkern errichtet. Es befindet sich noch im Originalzustand seit der Renaissance.
Das Haupthaus wurde wohl zuerst errichtet, später (1661) wurde der südliche Teil angebaut. Das Fachwerk und die Gewände sind aufwändiger gearbeitet.
Dem Gesindhaus schlossen sich nach Norden die Stallungen an. Die Hofanlage wurde zur heutigen bahnhofstraße hin durch einen steinernen Torbogen abgegrenzt, der im 19. Jhdt. wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Der Wappenstein des Torbogens trägt einen Affen und die Jahreszahl 1683. Er befindet sich über der Gartenpforte.
Da der getrennt vom Haupthaus errichtete Gewölbekeller die Jahreszahl 1576 über seinem Eingang trägt, ist anzunehmen, dass die Hofstelle selbst älter als das Haupthaus ist.

 
 
 

Martinskirche

 

Die Martinskirche wurde 1756 erbaut. Bereits 1488 wurde an gleicher Stelle eine Martinskapelle erwähnt. Im 2. Weltkrieg ( am Nikolaustag, dem 6.12.1942) brannte die Martinskirche fast völlig aus, es standen nur noch die Aussenwände. Bis 1956 dauerte der Wiederaufbau. Auch der für diese
Gegend untypische Zwiebelturm wurde
zerstört. Erst im Jahre 1976 konnte durch das besondere Engagement des damaligen Bürgermeisters Adolf Reinhardt der Zwiebelturm wieder aufgebaut werden und ist seitdem weithin sichtbares Wahrzeichen Gönnheims.

 
 
 

Römische Gräberfunde

 

Ausschachtungsarbeiten im Jahre 2002 brachten in Gönnheim ein Gräberfeld mit
7 Sandsteinsarkophagen und 19 Erdgräbern aus der Zeit um 400 n.Chr. zutage. Als Grabbeigaben fanden sich gut erhaltene fein gearbeitete Gläser und Karaffen, graue Ton- und rote Terra-sigillata-Gefäße, die Rückschluss auf den damaligen Wohlstand der Verstorbenen wie auch auf ihren Beruf erlauben. Auch Münzen mit dem Bildnis des Kaisers Valens fehlten nicht, mit denen die Verstorbenen den Fährmann für das Übersetzen über den Todesfluss entlohnen sollten.
Die besondere archäologische Bedeutung dieser Fundstätte liegt darin, dass sie auf eine Zeit datiert, von der man bislang annahm, dass die römische Kultur in unserer Region im Niedergang begriffen war.
Die Sarkophage werden der Öffentlichkeit in einem kleinen Freilichtmuseum hinter der Martinskirche präsentiert.
Die wertvollen Grabbeigaben sind im Historischen Museum in Speyer zu sehen.