Sehenswürdigkeiten

 

Die Protestantische Kirche - Wahrzeichen von Friedelsheim

 

Erste urkundliche Erwähnung 1116.
Die ältesten Bauteile sind die beiden Untergeschosse des Turms. Chor, Triumphbogen und Teiles des Westgiebels mit dem Sandsteinportal aus der l. Hälfte des 14. Jhs. Grabsteine von Burgvögten aus dem 16. und 17. Jh. Unter dem Altar befindet sich die Gruft der verehrten Gräfin Elisabeth Dorothea von Wiser, Stifterin der silbernen Taufschüssel und der Kanne von 1770. Auf dem Triumhfbogen über der Kanzel ein 1577 übermaltes und 1935 wieder gefundenes „Erbärmdebild" aus der 2. Hälfte des 14. Jhs. Es zeigt Christus als „Schmerzensmann". Im Chor drei Buntglasfenster, Schöpfimgs-, Christus- und Gleichnis-Fenster, von Erhard Klonk, Marburg, 1954.
Taufstein von Prof. Gernot Rumpf 1989. Zwei Denkmalglocken: Marien- und Evangelistenglocke, vermutlich 1430-50
(h" und e"), 3 Glocken 1966, Schilling, Heidelberg, (e'- g- d"). Oberlinger-Orgel 1964. l Manual/9 Register.

 
 

Das nördliche Burgportal.

 

Rest der vormaligen Nordwand des ehemaligen von-Wiserschen Schlosses mit dem zugehörigen Nordportal. Sandstein. 1702 geschaffen. Profilierter Rundbogen über Pfeilern in Bandrustika, gerahmt von Pilastern, die ein verkröpftes Gebälk tragen. Der Scheitelstein als Löwenkopf; in den Zwickeln Blattornamente. Darüber im Gebälk vier differenziert behandelte, weit vorkragenden Konsolen - ursprünglich zur Stützung eines Balkons - mit männlichen und weiblichen Neidköpfen bzw. Zungenausstreckern. Qualitätvolle Arbeit.

 
 

Das südliche Burgtor.

 

Zugang zum Innenbereich des Mennonitenhofes. Dort vom Wiederaufbau 1585 Rest der Umfassungsmauer, darin frühbarocke korbbogige Torfahrt aus Sandstein. Im Scheitelstein feinskulptiertes Schild mit dem kurpfälzischen Wappen.

 
 

Torbogen von 1787.

 

Am Durchgang von der Bahnhofstraße zur Von-Wieser-Straße 1998 neu errichtet.
Vormaliger Standort in der unteren Hauptstrasse. Im Schlußstein die Initialen des
seinerzeitigen Erbauers (H.C.V. = Hans Conrad Völker) sowie das Symbol für dessen Beruf (ein Wagnerrad).

 
 

Das ehemalige Schloßportal

 

1802 hierher versetzt. Vergleichbar dem vormaligen Nordportal, aber monumentaler. Sandstein. 1702 gearbeitet.Profilierter Stichbogen aufhohen Pfeilern mit Radab-weisem; der Scheitelstein als Volutenkonsole. Seitlich gruppierte Pilaster unter verkröpftem Abschlußgebälk. Obenauf zwei Vasenaufsätze mit Bandelwerk. Sandstein.

 
 

Burgturm mit Helmdach

 

Bergfried als mehrgeschossiger Turm auf rechteckigem Grundriss. Scharnierartig gesetzt mächtige Quader mit Buckeln. Die ältesten Buckelquader belegen eine Entstehung der Anlage wohl im frühen 13. Jh. Nachmittelalterliche Aufmauerungen und Veränderungen der Umfassungsmauern erkennbar. Die Turmbekrönung und Verdachung freie Rekonstruktion von 1986.

 
 

Das Friedelsheimer Schloss

 

Im Jahr 1699 hatte Kurfürst Johann Wilhelm seinen Kanzler Franz Melchior von Wiser mit dem von Pfalzgraf Johann Casimir erbauten Friedelsheimer Schloß, bzw. seinen Überresten, belehnt. 1700 beginnt der Neuaufbau. Der Original-Stich dieses Bildes, 25 x 40, befindet sich in Ostwig, Westfalen, im Elternhaus des Freiherrn von Lüninck. Untertitelt ist das Bild mit: „Ansicht des Friedelsheimer Schlosses der Grafen von Wiser vor der Inbrandsteckung vom Monat Mai 1794 durch die Franzosen - gefertigt von Alex. Remmelmann"