Zeittafel der Ortsgemeinde Friedelsheim

 

 

1.- 4. Jhr.n.Chr. Römer siedeln in Friedelsheim
770 Friedelsheim wird erstmals im "Lorscher Codex" urkundlich erwähnt.
770 - 1074 erfolgen zahlreiche Schenkungen Friedelsheim betreffend, was auf Reichtum und adelige Siedler schließen lässt.
1074 Grundsteinlegung der Kirche, deren Turm einen ausgesprochenen Wehrturm mit Schießscharten besitzt, woraus man schließen kann, dass Friedelsheim Festung war.
1134 schenkt Ritter Otto und seine Gemahlin Edelinde dem Kloster Limburg ein großes Hofgut zu Friedelsheim.
1153 lässt sich das Kloster Limburg seine bisherigen Besitzungen in Friedelsheim durch den Bischof von Speyer, Günther, bestätigen.
1329 übergeben die Ritter Johann und Friedrich, Freie von Frankenstein, dem Stift Limburg alle ihre Güter und Rechte zu Friedelsheim.
1418 Kurfürst Ludwig III. kauft von Johann, Freier von Derne, Hans von Hohenburg, Kraft und Friedrich, Freie von Derne, ihr Haus (Burg?), Hofraithe und Gesesse zu Friedelsheim auf erblich und ewiglich für sich und seine Erben.
1421 bestimmt Kurfürst Ludwig III., dass seine Frau Mechthilde von Savoyen und Piemont die Pfandschaft von Dürkheim und Friedelsheim als Erbe erhalten soll.
1436 Kurfürst Ludwig III. stirbt. Zwei Jahre später seine Frau.
1463 verkauft Friedrich I., der Siegreiche, die wehrhafte Burg Friedelsheim dem Abt des Klosters Limburg, Heinrich, genannt Ullner von Dieburg.
1471 gehen alle von Ludwig von Veldenz eroberten Gebiete der Pfalz an den Kurfürsten von der Pfalz über.
1481 verleiht der Abt Bonifatius des Klosters Limburg dem Junker Bernhard, Grafen zu Leiningen und Hartenburg, das Schloß zu Friedelsheim mit Burggraben u.a.
1485 verkauft der Abt von Limburg aus Geldnot das Schloß Friedelsheim an den Junker Hanns von Hirschhorn.
1489 verleiht Fürst Caspar, Pfalzgraf bey Rhein, das halbe Dorf und Gericht zu Friedelsheim mit Atzungen, Lägern, Diensten und Frondiensten an Gerhart Knebell von Katzenellenbogen als Träger für die Gebrüder Bernhart und Philipp Horneck von Weinheim.
1504 empfängt Hanns von Hirschhorn das Schloß Friedelsheim mit Zugehör von Kurfürst Philipp von der Pfalz als Mannlehen.
1525 sollen im Bauernkrieg das Schloß und Dorf Friedelsheim ausgeplündert und das Schloß ein Raub der Flammen geworden sein.
1546 verkauft Hanns von Hirschhorn das Schloß an Sebastian Vogelsberger.
1548 wird Bastian Vogelsberger in Augsburg hingerichtet, seine Güter und sein Vermögen gehen an den Staat.
1550 wird Burg und Schloß Friedelsheim dem Grafen Ludwig von Leiningen-Dagsburg auf Lebzeiten verkauft. Er soll 2000 Gulden am Schloß verbauen, wofür er Land ums Schloß kauft und sich ein Haus baut.
1575 erteilt Kurfürst Friedrich III. dem Pfalzgrafen Johann Casimir die Erlaubnis, Burg und Schloß Friedelsheim zu kaufen.
1576 baut Johann Casimir das Schloß aus und legt .......
1578 die Burgvogtei in dasselbe. Er versieht das Schloß mit einem Lustgarten, dem vornehmsten pfälzischen Hofgarten seiner Zeit. Das Schloß wird Jagdhaus; der schöne Saal birgt Gemälde. Das Jagdschloß Friedelsheim wird sein Zufluchtsort. Hier trifft er sich als begeisterter Calvinist zur Zeit der Hugenottenverfolgung in Frankreich mit führenden Männern der europäischen Politik. Manche Kriegspläne werden hier entworfen.
1579 - 83 ist das Friedelsheimer Schloß Mittelpunkt des europäischen politischen Geschehens. Johann Casimir trifft sich hier mit europäischen Fürsten und anderen hohen Herren.
1583 stirbt sein Bruder Kurfürst Ludwig VI. Johann Casimir kehrt nach Heidelberg zurück und wird Administrator der Kurpfalz für den noch unmündigen Sohn Ludwigs, dem späteren Kurfürst Friedrich V.
1592 stirbt Pfalzgraf Johann Casimir. Schloß und Dorf Friedelsheim gehen wieder in den Besitz der Kurpfalz über.
1613 bestimmt Kurfürst Friedrich V. (der "Winterkönig") das Schloß Friedelsheim zum Witwensitz seiner Gemahlin Elisabeth Stuart, Tochter König Jakobs I. von England.
1618 bricht der 30jährige Krieg aus. Es erfolgen keine Belehungen mehr.
1632 stirbt das Geschlecht derer von Hirschhorn aus
1632 erobert Rheingraf Otto Schloß und Dorf Friedelsheim. Das Schloß geht dabei zum größten Teil in Flammen auf.
1648 nach Beendigung des 30jährigen Krieges zieht Kurfürst Carl Ludwig sämtliche Hirschorner Lehen ein, d.h. auch Schloß Friedelsheim mit den dazugehörigen Höfen.
1680 tritt Kurfürst Karl die Regierung der Kurpfalz an. Er will in Friedelsheimer Burg und Schloß Kriegsspiele aufführen.
1699 belehnt Kurfürst Johann Wilhelm seinen verdienten Kanzler Freiherr Franz Melchior von Wiser mit den ehemaligen hirschhornischen Lehen, d.h. auch mit Schloß Friedelsheim, bzw. seinen Überresten.
1700 man beginnt mit dem Neubau des Schlosses in Friedelsheim.
1702 stirbt Franz Melchior von Wiser. Der Schloßbau erfährt eine Unterbrechung. Seine Brüder streiten sich ums Erbe.
1708 wird der Bau durch seinen Bruder Franz Joseph vollendet.
1712 übernehmen die Grafen von Wiser die Gerichtsbarkeit und Friedelsheim als Lehen.
1758 wird das Schloß Friedelsheim den Brüdern Friedrich Joseph und Carl Joseph jeweils hälftig zugesprochen. Carl Joseph wird Ortsherr von Friedelsheim.
1770 stirbt Carl Joseph.
1794 brennt das Schloß nach dem Einfall der Franzosen im Zuge der französischen Revolution vollkommen aus.
1795 werden sämtliche linksrheinischen Besitzungen des Grafen Wiser beschlagnahmt.
1802 nach dem Frieden von Lunéville wird Graf Joseph von Wiser auf sein Ge-such hin wieder in seine Güter eingesetzt. Er beginnt mit dem Wiederaufbau in Friedelsheim. Er läßt im Burghof Wohnungen errichten. Diese Bautätigkeit wird durch einen Erlaß Frankreichs gebremst, er sollte entweder französischer Staatsbürger werden, oder seine Güter kurzfristig verkaufen. Da er seine deutsche Staatsbürgerschaft nicht aufgeben wollte, verkauft er .......
1803 für 18.000 Gulden seine Friedelsheimer Besitzungen an Heinrich Pletscher, Jakob Pletscher, Johannes Leisy, Abraham Leisy, Johannes Rißer, Christian Lichti und Johannes Latscha. Damit ging die 100jährige Herrschaft der Grafen von Wiser in Friedelsheim zu Ende. Ein Teil der Friedelsheimer Mennoniten aber war durch die französische Revolution von Erbbeständern zu Eigentumsbauern geworden.
1812 Bau der katholischen Kirche.
1826 wird die protestantische Kirch erweitert und umgebaut.
1835 wird der neue Friedhof angelegt.
1836 kauft die Mennonitengemeinde die "Burg", die sie .......
1838 zur Schule und Kirche ausbaut. Beide werden im selben Jahr eingeweiht.
1850 hat Friedelsheim 703 Einwohner davon 437 Protestanten, 140 Katholiken, 76 Mennoniten und 50 Juden.
1851 Neubau und Einweihung der neuen Schule (in der Schulstrasse).
1854 Bau einer Synagoge, die heute noch steht und als Wohnhaus genutzt wird.Damit hat Friedelsheim vier Kirchen; die meisten in der Pfalz bezogen auf die Einwohnerzahl.
1871 Gründung der Ortsfeuerwehr.
1878 Gründung des Kriegervereines.
1880 Gründung des Gesangvereines, der später in den Turn- und Sportverein übergeht.
1889 Gründung des landwirtschaftlichen Consumvereins (Raiffeisen).
1890 Gründung des Turn- und Sportvereines.
1908 Friedelsheim erhält eine Telefonstation.
1910 Gründung des Wein- und Obstbauvereins (Bauern- und Winzerschaft).
1911 Gründung des Winzervereins (jetzt Winzergenossenschaft).
1913 wird Friedelsheim mit elektrischem Licht durch die Pfalzwerke versorgt; im selben Jahr wird die Rhein-Haardt-Bahn zwischen Bad Dürkheim und Mannheim mit Halte-stelle "Friedelsheim" in Betrieb genommen.
1926 gründet Georg Friedrich Beck den Zweckverband für Wasserversorgung "Friedelsheimer Gruppe", der noch heute diesen Namen trägt.
1933 Gründung der Milchabsatzgenossenschaft Friedelsheim.
1949 Gründung des evangelischen Frauenbundes.
1952 Gründung des evangelischen Posaunenchores Friedelsheim-Gönnheim.
1953 Gründung des VdK Ortsverein.
1975 wird der gemeindliche Kindergarten gebaut.
1976 Gründung des Ortsverschönerungsvereines.
Ein Großfeuer wütet im Mennonitenhof.
1978 Das ev. Gemeindehaus wird eingeweiht, ebenso die Gruppenkläranlage Friedelsheim-Gönnheim. Gründung des Tennisclubs Friedelsheim. Der Ortsverein der Landfrauen entsteht.
1979 Die "Schwabenbachhalle", sowie zwei Kegelbahnen werden eingeweiht.
1981 wird der Burggraben wieder ausgebaut.
1983 An der Kerwe (3. Sonntag im August) setzt ein Unwetter zahlreiche Keller unter Wasser.
1984 findet das erste Fischerfest an der "Tuchbleiche" am Burggraben statt.
- Die Landjugendgruppe wird gegründet.
- Bei Renovierungsarbeiten an der ev. Kirche wird ein römischer Sarg aus der Mitte des 3. Jhr. n. Chr. gefunden.
- Friedelsheim wird Sieger auf Kreisebene des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden".
-Das Clubhaus des Tennisclubs wird eingeweiht.
- Der erste Weihnachtsmarkt um die Kirche findet statt.
1985 wird die kath. Kirch renoviert.
- Ein heftiges Unwetter überschwemmt Friedelsheim.
1987 wird der Burgturm renoviert
1988 wird das Regenrückhaltebecken westlich von Friedelsheim fertiggestellt.
- Der Kindergarten erhält ein Satteldach.
1989 wird die Tennis- und Squashanlage in den Allmen gebaut.
1993 Einrichtung des Ruf-Taxi-Verkehrs.
1994 Der erste Friedelsheimer Fahrbahnteiler an der Schule ist fertig.
- Der Sandfang am Burggraben ist gebaut.
1995 feiert Friedelsheim sein 1225jähriges Bestehen mit einer Ausstellung und zahlreichen Aktivitäten.
- Der Spielplatz an der Burgstraße wird in Eigenleistung im Rahmen der SWF 3-Aktion "Mach mit" hergestellt.
1996 Die Kreismülldeponie wird für 22 Mio. DM saniert
- Die Erdverkabelung der Stromleitungen beginnt.
- Einweihung der neuen Straßenbeleuchtung in der unteren Hauptstraße.
1997 Schwere Hagelschauer verursachen bis zu 60% Schäden in den Weinbergen.
- Spatenstich für die neue B 271, die auch zwischen Friedelsheim und Wachenheim verläuft. - Die Öffnungszeiten des Kindergartens werden verlängert.
- Die private Erschließung des Baugebietes "Rosengarten Ost II." wird beschlossen.
1998 Im "Orgelwettstreit" in der ev. Kirche entschließt man sich für die Reparatur der Windorgel und gegen die Anschaffung eines elektronischen Instruments.
- Die Gemeinde beteiligt sich finanziell an der offenen Jugendarbeit.
1999 Anlässlich des 215. Geburtstages von Christian Philipp Köster, dem großen Sohn der Gemeinde Friedelsheim, findet eine sehr gut besuchte Ausstellung statt.
- Bei dem Wettbewerb "DEUTSCHE WEINSTRASSE" erreicht Friedelsheim den 2. Platz.
- Das Weingut Bonnet erhält zu dem Wettbewerb "DAS WINZERHAUS" den 1. Preis.
- Die K 7, die nach Bad Dürkheim führte, wird Dorfstraße und Wirtschaftsweg.
2000 Seit 22 Jahren hat Friedelsheim mit Sonja I. (Stapf) wieder eine Weinprinzessin.
- Der Ortsverschönerungsverein spendet die Rahmen für die Fotokopien der Köster-Bilder.
- Verkehrsberuhigende Massnahme an der Post als Pilotprojekt des Landes Rheinland-Pfalz.
- Die L 525 nach Wachenheim wird mit einer Verkehrsberuhigung am Ortsausgang gebaut. - Die Anbindung an das Baugebiet "Rosengarten Ost II wird gebaut.
- Der Kindergarten bekommt eine zusätzliche Kleingruppe.
- Eine Explosion richtet im Bauhof Sachschaden an.
- Die Agenda 21 wird beschlossen.
- Eine Dokumentation stellt das Leben der Schloßherrin Elisabeth Dorothea Gräfin von Wiser dar.
2001 Der Ortsverschönderungsverein feiert sein 25jähriges Bestehen mit einem Ball und eröffnet im Bauhof eine Schmiede.
- Zu dem Agenda 21-Prozess bilden sich die vier Arbeitskreise "Ortsgestaltung", "Verkehr","Jugend u. Soziales" und "Ressourcen".
- Der Johann-Casimir-Rundweg wird eingeweiht.
- Der Jugendtreff hilft bei der Dorfbegrünung.
2002 Friedelsheim wird Kreissieger in dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
- Karl Urban erhält für seine jahrzehntelange Arbeit als "Dorfarchivar" und für die Friedelsheimer Geschichte den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.
- Annika I. (Acker) wird Nachfolgerin von Sonja Stapf als Friedelsheimer Weinprinzessin.
- Die Querspange von der L 527 zur Ausfahrtstraße Gönnheim Richtung B 37 wird begonnen.
- In der Schwabenbachhalle beginnen die Sanierungsmaßnahmen an Dach und Fussboden.
- Sonja Stapf wird in Neustadt a. d. Wstr. zur Pfälzischen Weinprinzessin gewählt.